31.12.06

es war sehr windig in der nacht und ich wachte immer wieder auf, weil die eingangstür, die keine gummiabdichtung mehr hat, wieder und wieder aufschlug. im halbschlaf ging ich hinüber, stellte zunächst meine schuhe hin, später schob ich gefaltete zeitung dazwischen, irgendwann mal suchte ich im dunkeln nach einem zahnstocher bis mir einfiel, dass, wenn ich schlafe, ich die tür ja sowieso nicht mehr höre. mit diesem gedanken schlief ich wieder ein. gegen 10 uhr morgens wachte ich auf, es war mehr oder weniger sonnig draußen, der nachtwind hatte alle wolken vertrieben. es würde wohl ein schöner tag werden.
später machte ich mir tee, earl grey, und mir fiel wieder einmal auf, warum ich earl grey nicht so gerne trinke. wegen der zitrone. der teegeschmack wird dadurch nur sabotiert und es schmeckt mir zu sehr nach früchte”tee”. ich beschloß, nie wieder earl grey zu kaufen. es ging mir damals, am morgen des 31. dezember 2006 nicht sehr viel durch den kopf, es war ein morgen wie so viele. ich ahnte ja nicht.

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