19.01.07
die kaffeebohnen mit der zunge blankgelutscht und ausgespuckt sie liegen auf dem tisch und sehen aus wie kleine schwarze käfer die einst nicht sonderlich aufgefallen und nun zerfallen und ihrer lebenskraft beraubt sind die folie ist golden ist ganz leise verhält sich still flüstert und raschelt nicht ich habe eine warme stirn und kalte hände und pflanzen sind mal wieder durstig und wollen licht nd die musik ist in der endlosschleife ganz gefangen sie klopft und pocht und will jetzt weiter drehen. und ich bin auch da und sehe dieses flimmern die weißen punkte meine weiße jacke die weißen wände die im licht ganz rau sind und dies gedicht ist endlos hört nicht auf spricht sich weiter
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*
wasserschläuche untätig in dieser zeit
liegen wie vollgefressene boas
zum abspritzen bereit.
*
polyphones klappern in der küche
gläser fallen hin
es folgen flüche.
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sprudelt die cola so schwarz wie der nil
bläht sich der magen auf
war wohl einbisschen zu viel.
*
den ganzen abend schon schweigt das telefon
ich mach das fenster auf
und schreie durch das megaphon.
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dreckig am hals, na das muß nicht sein
den kopf in den sand
schon ist das leiden vorbei.
*
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28.12.06
die these
Reaktion ist die Bezeichnung für […] eine Haltung, die rückwärtsgewandt ist.
der gedankengang
ist reaktion demnach eine minushandlung? ich reagiere und bewege mich rückwärts. ich reagiere nicht und bin progressiv. hmmmmm
was ein widerspruch. spinnen wir aber weiter, so ist status quo die sehnsucht nach präteritum und gleichzeitig die lust auf futur.
wir sind der motor des fortschritts, aber nur dann, wenn wir die hände im schoß falten.
die fragen:
wo beginnt überhaupt die reaktion?
putze ich mir die zähne, weil ich an die zukunft (gesundheit) denke, oder an die vergangenheit ( pelz auf der zunge)?
schreibe ich, um platz für neues zu schaffen (futur) oder um wörter loszuwerden (präteritum)?
denke ich, um andere denken zu lassen oder weil ich auf den gedanken gebracht wurde?
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I
die pop vs. porno -theorie
alles teilt sich auf in 2 lager, ilove ist porno, ichliebe ist pop. pop ist zwar unchic, aber eindeutig das bessere, denn mittlerweile ist man auf der suche nach unchic. jemand, der porno ist, ist cool. aber jemand, der pop ist, ist einfach anders. honk-ish und understatement sind die beiden attribute, die pop ausmachen. pop ist eher smooth, während porno burn mf burn ist.
II
Bestätigung = Porno,
Weniger Bestätigung = Ichliebe (oder irgendetwas das mit I beginnen muß) ,
dagegen :
Mehr Bestätigung = Ilove
je mehr Ilove desto mehr Porno desto Burn MF Burn
Burn MF Burn vs. Sade (Smooth Operator’s coming hard correctly)
wie ist das Verhältnis von verstanden und nicht verstanden ?
wieviel muß Pop wissen ?
ist Porno gegenüber Pop wie ein offenes Geheimnis ?
und was ist mit der Herleitung von Erklärung aus Dualismen ?
________________________________
Duales System = Pop + X ?
= Pop + unchic zB.
Porno
+ Pop
__________________________
= Honk (?) (honk-ish, ishlibbnurdish)
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22.12.06
ich stehe auf, draußen ist unter null und mir ist heiß. die fenster wachen auf, sehen raus und sehen dort, es ist nicht alles weiß. die erde streckt sich, gähnt und dreht sich weiter, die bäume stochern in dem himmel rum. auf den dächern langweilen sich die blitzableiter, verstehn die welt nicht mehr und fragen sich, warum. der uhr verbiete ich das ticken, sie ist zu laut, zu schnell, viel zu real, [..]
für ein paar tage dornröschen spielen und das happy end mitnehmen. (dabei wüßte ich jetzt nicht, was mich mehr reizt, das viele schlafen oder der kuss). der schlaf sitzt mir eindeutig im nacken und lässt nicht mehr los und ich stolpere durch den tag, wie eine somnambule, denke nicht zusammenhängend. antrag auf winterschlaf, eine woche würde mir reichen, um zu kräften zu kommen. körper hat wohl alles aufgebraucht und ohne sonne dauert das akkuladen sooo lange. und dann bin ich so ein ganz winziges durchsichtiges t und rede viel unsinn (so wie jetzt)
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23.11.06
abends ist:
es gibt verschiedene menschen.
fragezeichen-menschen.
ausrufezeichen-menschen.
punkt-menschen.
gedankenstrich-menschen.
punkt, punkt, punkt - menschen.
ich mag am liebsten fragezeichen- und punkt, punkt, punkt-menschen. und am wenigsten gedankenstrich- und punkt-menschen. :)
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26.10.06
mir sollen wörter
emporkommen
nach oben in den rachen in den mund auf die zunge
stop.
da sollen sie verweilen
zerrollt werden
abgeschmeckt und
zerlutscht.
dann legen sich die lippen
je nach lage laune und laut
in position.
wellen kommen auf.
worte sprudeln.
jetzt.
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morgens, direkt nach dem aufwachen, sind die verletztlichsten minuten des tages. weil man so viel rumgähnt.
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05.10.06
wenn ich die wahl zwischen 85 und 100 habe, nehme ich 100.
das war nicht immer so. (präteritum).
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03.09.06
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20.08.06
der geschmack schwillt an -
inzwischen in den zahnzwischenräumen -
schwappt über.
der speichel rinnt zwischen den lippen,
zahnritzen entlang.
zwischenmenschliche interaktion
kann sinnlos sein
wenn
[ich vervollständige nicht]
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18.08.06

aber im hintergrund ist sie -
die zeit.
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14.08.06
und wenn wir auch alle laut lachen
während das blut uns aus dem herzen rinnt
und wenn wir nur noch dumme sachen sagen
und nicht mehr wissen, wer wir wirklich sind.
und wenn die sonne scheint und dann die wolken kommen
und buchstaben sich zu langen sätzen irren
und wenn die ganze zeit im glas zerronnen
staubig schmeckt.
und wenn ich lese, aber nichts verstehe
weil ich nicht mit den augen sehen will.
so willst du sinn zwischen den zeilen wissen
und ich, mir ist das alles nur ein spiel.
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31.07.06
leben ist zweck. mittel ist alles andere. stimmt das? ja. essen ist mittel, liebe geben ist mittel, aufwachen ist mittel. leben als ein grüner kasten. darin: spielzeug, kram, alte fotos, flyer, formulare etc. nach welchem prinzip wird der kasten gefüllt? zufällig oder mit verstand? gute frage. murakami wieder:
Was geschehen ist, ist ohne Zweifel schon geschehen, was noch nicht geschehen ist, ist ohne Zweifel noch nicht geschehen. Wir leben, mit anderen Worten, im Augenblick, mit dem “Alles” im Rücken und vor uns dem “Nichts”, ohne Zufälle, ohne Möglichkeiten.
nach ihm gibt es also weder zufälle, noch pläne. also weder zufallsprinzip noch geplantes vorgehen beim kasteninhalt. ich stelle mir vor, wie ich in den kasten reinschaue und dinge entdecke. das aber hört sich stark nach schicksal an. sind also bestimmte dinge schon von anfang an drin gewesen?
und wieder einen schritt weiter und noch mehr fragen kommen auf.
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der spruch “die zeit heilt alle wunden” stimmt nicht. einen vogel, der einen flügel verloren hat, bringt auch die zeit nicht mehr zum fliegen.
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29.06.06
the 29th of june brings a lot [ heluva damn lot of a lot] of clarity. yes! me knows finally what it’s all about.
it’s about fake snow. who needs real snow when you got lametta?
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27.06.06
sogenannten ästheten ist man gerne ein dorn im auge. haha.
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24.06.06
sauber
wer mit sich im reinen ist, muss auch nicht defäkieren.
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22.06.06
“bombardement plastique”
zu viel entgegnen heißt so viel wie nichts.
ebenso das nichts ist irgendwo zu viel.
an manchen stellen da gähnen dann
die münder gesund die psyche?
sollte ja nicht wirklich sein.
weil. und deswegen dann auch bitte tomaten
auf die augen pflanzen.
könnten ja aufgehen.
die mit den gelben- safran!- sprenkeln.
wenn’s so weit ist bitte schweigen.
scheinen nach außen. nach innen aber
strahlen. licht nur in ausnahmefällen
verschenken. an dich, wenn du es bist.
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16.06.06
musik kriecht in sehnigen zweigen
die wände entlang.
töne sammeln sich an,
bewegen sich eigen im wiegeschritt.
davor eine reihe von tiefen
welche über die höhen gelegt
sinn ergeben.
kann jemand noten lesen?
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15.06.06
klebte streifen ans fenster
durchsichtige weiße
dachte daran
und an die symmetrie.
an den sinn weniger.
denn etwas sinnvolles
heißt ja meistens nur
dass man verstanden hat.
unbegreifbar dagegen
ist wie ein streifen
aus zellophan
man sieht’s
aber man sieht durch.
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13.06.06
cool:
ich habe ein
wort erfunden, das google nicht kennt.
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06.06.06
gedacht:
es müsste einen radiosender geben, der nur applaus spielt.
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02.06.06
sie pieksten burgen mit macheten
mit einem t und ohne schutz
sie explodierten wie raketen
aus dem himmel in den sturz
im hohen bogen flog man heimlich
ins traute gefilde hin
und sei es noch so unwahrscheinlich
es hatte alles seinen sinn..

_____________
Radiokatze: mit den momenten ist es wie..
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29.05.06
1.
und wenn die zeiger ihre runden drehen
wie zigaretten um den schmalen finger
wie ohren von den kleinen dicken ringern
die all erfolgreich ihren kampf bestanden
die großen achselhöhlenausschnitte
gesiegt verloren auferstanden
verschnitte wurst und andere abschnitte
das mozzarella mit dem tuigesicht.
2.
und wenn die uhren mit den zeigern knacken
die türme von den kirchen sich erheben
und wenn wir alle sinnlos sind und spacken
und unsere macken allzu gern zugeben
3.
so ist der himmel doch nur blau und weit.
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