18.01.07

“..es ist, als ob du ein Doppelleben führtest. Immer und überallhin folgt dir ein anderes Leben, ein Leben, das der Kindheit so nah ist, dass du dich nicht von ihm losreißen kannst, ein Leben, in dem du nicht verantwortlich bist und doch gestraft wirst, und immer an Menschen gebunden, die über dich entscheiden und denen du das Recht gibst, über dich zu entscheiden, einzig und allein, weil du sie unglücklich machen kannst.

nach den anerkannten flugmechanischen gesetzen kann die hummel aufgrund des verhältnisses von körpergewicht zu flügelgröße gar nicht fliegen.
aber die hummel weiß es nicht und fliegt trotzdem.

08.01.07

Wir erleben noch immer seltsame Augenblicke von großer Intensität, für die die Poesie ein natürliches und unmittelbares Ausdrucksmittel ist. Typisch modern ist, dass diese Augenblicke sich nur schwer in eine Kontinuität einreihen, die Sinn macht. Das ist etwas, was viele Leute empfinden: Sie leben von Zeit zu Zeit. Nimmt man ihre Leben jedoch insgesamt, hat es weder Richtung noch Sinn.
m. houellebeck, die welt als supermarkt

weil erstens ansichten sich ändern und zweitens ich das darf.

10.12.06

08.10.06

А время спешило, время сбивалось, |
Как будто бы знало, что мы убежим.|
Знало, что нам ничего не осталось. |
Что я все равно не сдамся живым. |
_______________
Хрупкое время |
Наступаешь - хрустит под ногами, |
Ждешь чего-то, |
Что изменило бы жизнь |

mr.moe’s längster satz? i wo

05.10.06

Er träumte von einer kastaniettenförmigen haselnußbraunen Sonne, die das lodernde Feuer der Vergeltung in gen Himmel ragenden Flammensäulen über die Äcker und Landhäuser der Ungerechten trieb, um alles in einer gigantischen verbalen Injurie im Epizentrum seiner geistigen Hemispähre implodieren zu lassen, woraufhin das kreischende
Stakkato seiner sich entladenden Blähungen in einen unendlichen Abgrund unpassender Adjektive und peinlicher Assoziationen stürzte und in sich kollabierte, wie eine übrig gebliebene Flasche Malzbier zu Mitternacht in einem leeren Fußballstadion oder ein gigantischer Satz, der selbst nach dem zehnten Durchlesen selbst bei größter Phantasiebegabung einfach keinen Sinn macht.

03.10.06

null
Du bist ein komplizierter Mensch, aber auf fröhliche Art kompliziert. Du hast eine Möglichkeit gefunden, dich im Durcheinander der Welt einzurichten und das Chaos zu bejahen, statt krampfhaft zu versuchen, es zu verhindern oder gar ihm zum Opfer zu fallen. Für dich ist das alles Teil des Spiels, und Spielen macht dir Spass.

die frau des zeitreisenden..

18.09.06

null

defensivmann|

06.09.06

null
_____________
andere erzählen mir in allen details und ich höre zu. bin ich an der reihe zu erzählen, beschränke ich mich auf das wesentliche. falsche bescheidenheit? nein, ich glaube, ich bin zu gleichgültig..
___________________
der stuhl hat die ganze zeit gequietscht.
____________
hummhumm. ich hab heute nichts zu fragen, ich habe heute nichts zu sagen. nur ganz viel zu tun. aber die sonne scheint. das ist ein fakt. mußte übersetzen, alle worte sind erstmal verbraucht. jetzt wird noch einbisschen rumgewartet, auf 15 uhr plus verspätung, danach sollte ich mich weiter im plan bewegen. aua.
______________

warum er so wenig redete, wurde er
von reportern gefragt. weisz nicht, gab
er zur antwort. damit war alles gesagt

Stan Lafleur

02.09.06

Oh, nicht, weil Glück ist,
dieser voreilige Vorteil eines nahen Verlusts.

Aber weil Hiersein viel ist, und weil uns scheinbar
Alles das Hiesige braucht, dieses Schwindende das
Seltsam uns angeht. Uns, die Schwindensten.

Ach, in den andern Bezug,
wehe, was nimmt man hinüber? Nicht das Anschaun, das hier
langsam erlernte, und kein hier Ereignetes. Keins.
Also die Schmerzen. Also vor allem das Schwersein,
also der Liebe lange Erfahrung, - also
lauter Unsägliches.

Aus der neunten Duineser Elegie, Rainer Maria Rilke

26.08.06

Hin und wieder hat das Schicksal Ähnlichkeit mit einem örtlichen Sandsturm, der unablässig die Richtung wechselt. Sobald du deine Laufrichtung änderst, um ihm auszuweichen, ändert auch der Sandsturm seine Richtung, um dir zu folgen. […]
Eigentlich bist der Sandsturm du selbst. Etwas in dir. Also bleibt dir nichts anderes übrig, als dich damit abzufinden und, so gut es geht, einen Fuss vor den anderen zu setzen, Augen und Ohren fest zu verschließen, damit kein Sand eindringt, und dich Schritt für Schritt herauszuarbeiten. […]
Natürlich kommst du durch. Durch diesen metaphysischen, symbolischen Sandsturm. Doch auch wenn er metaphysisch und symbolisch ist, wird er dir wie mit tausend Rasierklingen das Fleisch aufschlitzen. […]
Und wenn der Sandsturm vorüber ist, wirst du kaum begreifen können, wie du ihn durchquert und überlebt hast. Du wirst auch nicht sicher sein, ob er wirklich vorüber ist. Nur eins ist sicher. Derjenige, der aus dem Sandsturm kommt, ist nicht mehr derjenige, der durch ihn hindurchgegangen ist.

H.Murakami
null
wie ich diesen mann und seine bücher liebe…

vorübung für ein wunder

18.08.06

Vor dem leeren Baugrund
mit geschlossenen Augen warten
bis das alte Haus
wieder dasteht und offen ist

Die stillstehende Uhr
so lange ansehen
bis der Sekundenzeiger
sich wieder bewegt

An dich denken
bis die Liebe
zu dir
wieder glücklich sein darf

Das Wiedererwecken
von Toten
ist dann
ganz einfach

Quelle: Erich Fried “Liebesgedichte” Berlin 1995.

Rilke “Übung am Klavier”

08.08.06

Der Sommer summt. Der Nachmittag macht müde;
sie atmete verwirrt ihr frisches Kleid
und legte in die triftige Etüde
die Ungeduld nach einer Wirklichkeit,

die kommen konnte: morgen, heute abend -,
die vielleicht da war, die man nur verbarg;
und vor den Fenstern, hoch und alles habend,
empfand sie plötzlich den verwöhnten Park.

Da brach sie ab; schaute hinaus, verschränkte
die Hände; wünschte sich ein langes Buch -
und schob auf einmal den Jasmingeruch
erzürnt zurück. Sie fand, daß er sie kränkte.

ich dich du mich

02.08.06

“Ich hab dich gesucht”.
“Weiß ich. Hab dich suchen sehen”.
“Warum hast du mich denn nicht gerufen?”
“Dachte, du willst mich allein finden, deshalb.”

H.Murakami, “Wilde Schafsjagd”

nicht abschalten

01.08.06

Dani L. sagt:

kleiner Zwerg, siehst des Tischbeins Angesicht in eigner Weise, siehst die Andren und denkst dir “scheise”..

Dani L. ist ja auch ein Genie. (ja genau, gar ein g majuscule)
ich bin keins, aber ich friere gerade. ist toll. ich laufe extra barfuß und lasse den ventilator an, damit das frieren noch etwas anhält. das fenster habe ich allerdings zugemacht. weil der anblick eines geschlossenen fensters ein anblick ist, den ich vermisst habe. also ist das fenster zu, ich habe nackte füsse, ventilator ist an und ich friere. musik ist an, nicht hinhörenswert, aber auch nicht abschaltwürdig. gedudel eben. einen gedanken kann ich gerade nicht fangen. er geht mir seit etwa einer halben stunde durch den kopf, ich kann ihn aber nicht wirklich fassen. klicke so einbisschen durch die kanäle des www und suche nach dem gedanken, friere und höre nicht musik. dann werde ich schlafen gehen.

31.07.06

"Hast du schon mal den Wunsch gehabt, mich umzubringen?" fragte sie.
"Dich?"
"Ja."
"Wieso fragst du das?"
"Nur so."
"Nein, hab ich nicht", sagte ich.
"Wirklich nicht?"
"Wirklich nicht. Warum sollte ich dich unbedingt umbringen wollen?"
"Auch wieder wahr", mußte sie zugeben. "Ich dachte nur, wäre nicht schlecht, wenn mich jemand umbrächte. Wenn ich grad fest schlafe oder so."
"Ich bin doch nicht der Typ, der Leute umbringt!"
"Nicht?"
"Ich glaube nicht."

H. Murakami, Wilde Schafsjagd

06.07.06

Sie können nicht die Wahrheit und die Welt lieben. Aber Sie haben Ihre Wahl bereits getroffen. Jetzt besteht das Problem darin, diese Wahl aufrechtzuerhalten. Ich fordere Sie auf, nicht den Mut sinken zu lassen. Nicht, dass Sie irgendwas zu erhoffen hätten. Im Gegenteil merken Sie sich, dass Sie sehr einsam sein werden. Die meisten Leute arrangieren sich mit dem Leben, oder sie sterben. Sie aber, Sie sind der überlebende Selbstmörder. M. H.

ridin’mo’merry-go-rounds etc.

27.06.06

Oh, I have had my moments
And if I had it to do over again,
I’d have more of them.
In fact, I’d try to have nothing else.
Just moments,one after another.

Simone war ja früher Pur-Fan.

"[...] Aber der Antrag selbst war alles andere als romantisch. Es hat ihn gar nicht gereizt, da groß was zu machen, weil er ja wußte, dass ich bestimmt ja sage. Der ist ja gar nicht so, wie sich das die Fans so vorstellen. Der sitzt am Schreibtisch und schreibt, und dann kommt er runter und ist genau so ein Arschloch wie alle anderen auch.
[...] Bevor ich mit dem Hartmut zusammengekommen bin, war ich ja erst ein halbes Jahr allein. Ich hab mich so wohl gefühlt: Einfach nur rumhängen, auf der Couch, wenn du kochen willst, dann kochste halt, und wenn du putzen willst, dann putzte halt. Herrlich."

B. v. Stuckrad-Barre “Frau Engler”

15.06.06

what’s in store for me
in the direction I don’t take?

jack kerouac

gapingvoid.com

12.06.06

null

heute zitierenswert.

Die Nächte explodieren in den Städten,
Wir sind zerfetzt vom wilden, heißen Licht,
Und unsre Nerven flattern, irre Fäden,
Im Pflasterwind, der aus den Rädern bricht.
In Kaffeehäusern brannten jähe Stimmen
Auf unsre Stirn und heizten jung das Blut,
Wir flammten schon. Und suchen leise zu verglimmen,
Weil wir noch furchtsam sind vor eigner Glut.
Wir schweben müßig durch die Tageszeiten,
An hellen Ecken sprechen wir die Mädchen an.
Wir fühlen noch zu viel die greisen Köstlichkeiten
Der Liebe, die man leicht bezahlen kann.
Wir haben uns dem Tage übergeben
Und treiben arglos spielend vor dem Wind,
Wir sind sehr sicher, dorthin zu entschweben,
Wo man uns braucht, wenn wir geworden sind.

Ernst Wilhelm Lotz
(1890-1914)

10.06.06

V3RF!(K73 5(H3!553.

08.06.06

Wir wollen berühmt sein, weil wir geliebt werden wollen. Wir wollen geliebt werden, weil wir verletzt sind. Wir wollen eine Bedeutung haben. Zu etwas nütze sein. Etwas sagen. Eine Spur hinterlassen. Nicht mehr sterben. Die fehlende Bedeutung kompensieren. Wir wollen nicht mehr absurd sein. Kindermachen allein genügt uns nicht. Wir wollen interessanter sein als unser Nachbar, der ebenfalls ins Fernsehen will. Das ist das Neue an der Sache: Auch unser Nachbar will interessanter sein als wir. f.beigbeder

03.06.06

Lieben wir Plastik so, wie es ist. Lieben wir Plastik dafür, was es kann. Lieben wir es in all seiner scharfkantigen, weichgerundeten, zerbrechlichen Schönheit. Lieben wir es für das, was es uns über uns selbst und unsere kunstreich hergestellte Welt erzählt.

H.C.Willi, aus der Einleitung zu Ein Jahrhundert Plastik: Eine Festschrift, London 1962

garden state, ein paar zitate mal wieder

29.05.06

Sam: I haven’t even lied in like, the past two days.
Andrew Largeman: Is that true?
Sam: No.

Andrew Largeman: You changed my life. You changed my life, and I’ve known you four days. This is the start of something really big, but right now, I gotta go.

Andrew Largeman: Fuck, this hurts so much.
Sam: I know it hurts. But it’s life, and it’s real. And sometimes it fucking hurts, but it’s life, and it’s pretty much all we got.

21.05.06

it was not enough
to see the stars.
eventually we felt
we had to own them.

20.05.06

null

before you get too excited…

15.05.06

null

verdammt noch mal.
VERDAMMT.
noch mal.
und noch einmal.
und ja, jetzt bitte noch und noch und noch.
verdammte sch.

what matters is people.
which kinda sucks when
you think about it.

keine sorge, ich habe bloss einen “emotionalen aussetzer”. “if you’re going to be a psycho you better be fucking worth it.”

13.05.06

As long as the world is turning and spinning, we’re gonna be dizzy and we’re gonna make mistakes.

:)
- Mel Brooks

..

12.05.06
“In einer tiefen Backform bereitete er ein Bett aus zerknüllten Zeitungen, legte das Kindchen hinein und schob es vorsichtig in den Ofen, damit das Geräusch des kleinen Wasserfalls draußen es nicht beunruhigte. … Wenn er sie auf den Arm nahm, um sie zu füttern oder einfach nur zu halten, war ihr Körper mit Sätzen aus den Zeitungen tätowiert. … Manchmal wiegte er die Kleine in den Schlaf und las sie von Anfang bis Ende, und dann wußte er alles, was er über die Welt wissen musste. Wenn es nicht auf dem Kindchen geschrieben stand, war es für ihn ohne Bedeutung.”

jonathan s. foer 'alles ist erleuchtet'.

ist das nicht total wunderschön? ich liebe liebe liebe diese stelle.. (kann man eigentlich stundenlang euphorisch sein?)

after dark II

11.05.06

offenbar hat sich der kreis geschlossen, das außergewöhnliche ist spurenlos beseitigt, ein mantel hat sich über das chaos gelegt, und alles ist wieder in seinen ursprünglichen zustand zurückgekehrt. um uns her reichen sich ursache und wirkung die hand, synthese und auflösung befinden sich im gleichgewicht. schließlich hat sich alles an einem unerreichbaren ort abgespielt. in der zeit zwischen mitternacht und den ersten hellen streifen am himmel tut sich die dunkle pforte dieses ortes auf, an dem unser rationales denken außer kraft gesetzt ist. niemand kann voraussehen, wann und wo sein abgrund einen menschen verschlingen und wann und wo er ihn wieder ausspucken wird.

H. Murakami

einmal richtig ausschlafen..

08.04.06

"Hier drinnen gibt es wirklich nichts", sagte Junko viel später mit heiserer Stimme. "Totale Leere."
"Ich weiß, wovon du redest."
"Wirklich?"
"Ja. Damit kenne ich mich aus."
"Was soll ich nur tun?"
"Einmal richtig ausschlafen. Meistens geht es danach besser."
"So einfach ist es bei mir nicht."
"Kann sein, Jun. Wahrscheinlich nicht."
..
"Also, was soll ich tun?",fragte Junko.
"Tja..was? Du könntest jetzt mit mir zusammen sterben."
"Einverstanden. Sterben wir."
"Im Ernst?"
"Im Ernst."

(H.Murakami "Stilleben mit Bügeleisen")

s p u t n i k

26.03.06

null

ist zur zeit mein lieblingswort. ebenfalls toll ist das buch ’sputnik sweetheart’ von murakami.

“Damals begriff ich: Wir waren zwar großartige Reisegefährten, aber letztlich doch nur zwei einsame Klumpen Metall auf getrennten Umlaufbahnen, die aus der Ferne wie wunderschöne Sternschnuppen aussehen, in Wirklichkeit aber nichts als Gefangene ihrer jeweiligen Umlaufbahn sind, aus der es keinen Ausweg gibt.”

lustig :D

10.03.06

null

hello, robot’, said the mattress

23.02.06

‘bleah,’ said the robot and continued what it was doing, which was walking round very slowly in a very tiny circle.

‘happy?’ said the mattress.

the robot stopped and looked at the mattress. it looked at it quizzically. it was clearly a very stupid mattress. it looked back at him with wide eyes….”

hitchhiker’s guide to the galaxy

spielkindlogik

17.02.06

ich hatte mal mit jemandem einen intensiven wortwechsel über das sein und das ego und all diesen kram..das war vor ungefähr einem jahr und ich habe viel drüber nachgedacht.. eben über ein paar mails aus dieser zeit gestolpert, leider habe ich nicht alle gespeichert..schade, denn sie haben mir damals sehr geholfen..habe das gefühl, ich sollte sie wieder lesen, bin in letzter zeit ziemlich rückfällig geworden.. bin zur zeit gar nicht mehr spielkind und muss mich wieder darauf konzentrieren. damit alles wieder im flow ist..

find’s nur faszinierend, das alles form annimmt, was ich mir gewünscht habe. und, ja - weniger der mangel an interesse, sondern die ausstrahlung des seins wird dran schuld sein. das nicht-brauchen, nicht-dran-hängen. spielkindlogik auf ausstrahlungsebene. weil, eins dieser lieben mädels kam rein, sah und starb.

das tolle ist, dass ich auch daraus wieder nur lernen kann - weil ich genau merke, das mein ego sich schon wieder sorgen drum macht, jetzt auch ja alles “richtig” zu machen. und dabei weiss selbst mein ego mittlerweile, das genau diese angst alles kaputtmachen wird.
und ich lach’s aus…

nicht analysieren (da bist Du dann schon wieder im verstand gefangen) - nur beobachten. das ego mit all seinem müll kann in Deiner gegenwärtigkeit nicht überleben. deshalb versucht’s ja auch dauernd, Dich wieder in den gedankenstrom reinzuziehen.

dedicated to../ripp

06.02.06

null
muhar.

___________
ich dokumentiere mich in diesem denkwürdigen augenblick des 6.02.2006 um 11.28 mit der digi im ausgestreckten linken arm und erwische den feinripp. die temperatur draußen beträgt gefühlte -10°, ich bin ungekämmt und das chaos im zimmer noch nicht beseitigt. ich verspüre einen verstärkten drang, alle 5 minuten irgendwas zu bloggen, im hintergrund läuft mia in endlosschleife und es ist montag.
null

bis ich dich finde…

03.02.06

also, ich find’s ok. kühl hin oder her. habe gerade DAS buch abgeholt, geile 820 seiten..oooh, da wird mir ganz warm ums herz :D

..the story of the actor Jack Burns. His mother, Alice, is a tattoo artist from the Port of Leith. His father, William, is an Edinburgh organist who is addicted to being tattooed…According to his mother, Jack Burns was an actor before he was an actor, but Jack’s most vivid memories of childhood were those moments when he felt compelled to hold his mother’s hand. He wasn’t acting then…

John Irving, du bist mein Held aller Schriftsteller!

null

Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde.

31.01.06

null
Ich habe gehen gelernt: seitdem lasse ich mich laufen.
Ich habe fliegen gelernt: seitdem will ich nicht erst gestoßen sein, um von der Stelle zu kommen.

Jetzt bin ich leicht,
jetzt fliege ich,
jetzt sehe ich mich unter mir,
jetzt tanzt ein Gott durch mich.

Also sprach Zarathustra.

19.01.06

die wahrhaftig starken sind voller zärtlichkeit

heard’em say

13.01.06

And I heard ‘em say, nothin ever promised tomorrow today.
But we’ll find a way
(And nothing lasts forever but be honest babe, it hurts but it may be the only way)
K.West

o what a life

08.01.06

“Choose life. Choose a job. Choose a career. Choose a family. Choose a fucking big television. Choose washing machines, cars, compact disc players and electrical tin openers…choose ALC and wondering who the fuck you are on a Sunday morning. Choose sitting on that couch watching mind-numbing, spirit crushing game shows, stuffing junk food into your mouth. Choose rotting away at the end of it all, pishing your last in a miserable home, nothing more than an embarrassment to the selfish, fucked up brats you spawned to replace yourself. Choose your future. Choose life… But why would I want to do a thing like that?”

wir erinnern uns nicht

18.12.05

null

babelfish-poetry

13.12.05

and it dawned up and a light went through the country and transmits flew out of the nests into the world outside, irrealitaet spread their klauen out and only occupied everything with the widerschein and life.

und ein licht ging durchs land und die funken flogen aus den nestern in die welt hinaus, die irrealität breitete ihre klauen aus und belegte alles mit dem widerschein des einzig und wahren lebens.
(manchmal bin ich richtig poetisch ;) )

12.12.05

Wenn ich längere Zeit Fernsehen gucke und mich dabei nicht bewege, erwarte ich in letzter Zeit dauernd, dass der Bildschirmschoner anspringt. Ich denke dann immer: Bevor ich jetzt zu nervös werde, stehe ich lieber mal auf und defragmentiere die Küche.

aus “Vom Fachmann für Kenner. Titanic”

von Bäuchen und Köpfen

03.12.05

Es ist mehr Vernunft in deinem Leibe, als in deiner besten Weisheit…Dein Selbst lacht über dein Ich und seine stolzen Sprünge. “Was sind mir diese Sprünge und Flüge des Gedankens?”, sagt es sich. “Ein Umweg zu meinem Zwecke. Ich bin das Gängelband des Ichs und der Einbläser seiner Begriffe.” (Nietzsche, Also sprach Zarathustra)

!
passt sehr gut zu der theorie von Ich und Selbst, an die ich so gerne glaube.
Ich ist ein vorlautes kleines Etwas, das sich die Vernunft zuschreibt und das Selbst zu unterdrücken versucht. Vergeblich! denn das Selbst ist das Allmächtige in uns. Und wer sich nicht dagegen wehrt, der hat es gut. was weiß schon die Vernunft vom Leben? Sie hat nur ihre theoretischen Berechnungen, die auf viel zu wenigen Konstanten basieren. lass dein Selbst über dich entscheiden. vertraue der Intuition, deinem Bauch. Nicht deinem Herzen! Herz lässt sich so leicht blenden…

playing the angel

02.12.05

von depeche mode im heute abend.

Overflowing senses
Heightened awareness
I hear my blood flow
I feel its caress

null

Whispering cosmos
Talking right to me
Unlimited endless
God breathing through me

plopp! plopp! von allen seiten. die sorgen. platzen wie große seifenblasen.

ungewiss alles so

30.11.05

So leben und bewegen wir uns wie Blinde, nicht wissend, wohin wir gehen, halten Schlechtes für gut und Gutes für schlecht, schweben in völliger Ungewissheit.

Marie de Sévigné

“Wo ist der Blitz, der euch mit seiner Zunge leckte?”

18.11.05

Wo ist der Wahnsinn, mit dem ihr geimpft werden müsstet?

null

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.

Nitzsche, Also sprach Zarathustra

10.10.05

“Whee. Sal, we gotta go and never stop going till we get there.” “Where we going, man?” “I don’t know but we gotta go.”

Francoise Sagan: Bonjour Tristesse

24.09.05

“…Du siehst aus wie…ein Kind. Übrigens hast du tatsächlich deine Kindheit nie verlassen, sie marschiert neben dir her, ruhig, keusch, fern, wie ein Doppelleben. Deine Versuche, dem wirklichen Leben nahezukommen, sind recht unfruchtbar, nicht wahr…”

06.09.05

das universum ist gott und wir sind seine träume.

andreas eschbach

T.C.Boyle “Willkommen in Wellville”

27.08.05

Jetzt unterzog sie sich einer von Dr. Kelloggs neuesten und wirksamsten Behandlungsmethoden für Bleichsucht und einer Unzahl anderer Krankheiten, von Erysipelas über Fettleibigkeit bis zu eingewachsenen Zehennägeln: Sie inhalierte Radiumstrahlen.

Die anschließende Vibrotherapie war nahezu eine Erleichterung.[…]Danach wurde er auf einen Stuhl geschnallt, der an eine eiserne Platte geschraubt war, und die nächste Dreiviertelstunde durchgeschüttelt wie ein weichnachtlicher Eierflip.[…]Kaum hatte er das hinter sich, lernte Will die speziellen Vibratoren für Hände, Arme und Füße kennen sowie den vibrierenden Hocker, den vibrierenden Tisch und das vibrierende Bett. Als er die Vibrotherapie-Abteilung verließ, vibrierten auch Wände, Vorhänge und Lampen…

Eine Stunde lang studierte Will die Anzeige. Leiden Sie nicht still für sich, dulden Sie sich nicht im Geheimen. Für $18.00 können Sie unseren gigantischen 80-Volt starken Original Heidelberger Elektrischen Gürtel erwerben. Für $18.00 verleiht er Ihnen Gesundheit und Kraft, überragende Männlichkeit und jugendliche Energie!

Spielkinder. wir.

18.08.05

Du bist ein komplizierter Mensch, aber auf fröhliche Art kompliziert. Du hast eine Möglichkeit gefunden, dich im Durcheinander der Welt einzurichten und das Chaos zu bejahen, statt krampfhaft zu versuchen, es zu verhindern oder gar ihm zum Opfer zu fallen. Für dich ist das alles Teil des Spiels, und Spielen macht dir Spass. In dieser Hinsicht hast du vielleicht eine höhere Ebene von Harmonie erreicht als….uumph.

Diverses

“ich seh dich an, sehe deine ruhelosigkeit und denke: das ist das anziehendste, was ich je im leben gesehen habe…”

“der zwangsläufigen, der kindlichen und unerschöpflichen Hoffnung, die kein konkretes Ziel hat und dennoch selbst im Nichts einen Anker findet, dieser Hoffnung, die den gegenwärtigen Augenblick stets zunichte macht, weil sie ihn regelmässig überspringt, um sich dem darauffolgenden Augenblick zu widmen.”

Yael Hedaya

Tom Robbins “Völker dieser Welt, relaxt”. Teil 1

16.08.05

Die Dinge krallen sich wie Blutegel an die Seele der Menschen, und dann saugen sie ihnen alle Lust aus, die Musik und die ursprüngliche Freude darüber, unbehindert auf der Welt zu sein.

Es gibt Geburt, es gibt Tod, und dazwischen gibt es Wartung.

Manchmal packt uns das Schicksal wie die Faust einen Türknauf. Natürlich könnten wir Widerstand leisten. Aber ein Knauf, der sich nicht drehen lässt, eine Tür, die klemmt und ums Verrecken nicht nachgeben will, macht die Götter rasend vor Wut. Sie könnten sie eintreten. Noch schlimmer, sie könnten sich empört aus dem Staub machen und uns zwischen Tür und Angel baumeln lassen. Und damit wäre jede Chance, sich unnötigen Risiken und damit dem Zauber des Lebens zu öffnen, ein für alle Mal dahin.

Holla! Selbstachtung ist was für Weicheier. Finde dich damit ab, dass du ein Pickel bist, und versuch es mit Humor zu ertragen. Auf diese Weise kommst du zu Anstand und vielleicht sogar zu Ruhm.

…aber wenn man vor dem Nichts steht, ist man bei der endgüliten Realität angekommen. Dann, und nur dann verspürst du die wahre Natur des Universums, nur dann hast du dich in das absolute Absolute eingeklinkt, Alter, und wenn du dich nicht damit zufrieden geben willst, dir dein Leben lang was vormachen zu lassen, ist es das Einzige, in das du dich wirklich einklinken solltest.

to be continued

Sandra Cisneros, “The House on Mango Street”

13.08.05

eines der besten Bücher, die ich kenne… am liebsten würde ich alles zitieren..

you could close your eyes and you wouldn’t have to worry what people said because you never belonged here anyway and nobody could make you sad and nobody would think you’re strange because you like to dream and dream. and no one could yell at you if they saw you out in the dark leaning against a car, leaning against somebody without someone thinking you are bad, without somebody thinking it is wrong, without the whole world waiting for you to make a mistake when all you wanted, all you wanted, Sally, was to love and to love and to love and to love, and no one could call that crazy.

everything is holding its breath inside me. everything is waiting to explode like christmas. i want to be< all new and shiny. i want to sit out bad at night, a boy around my neck and the wind under my skirt.

you all see that cloud, that fat one there? Darius said, See that? Where? That one next to the one that looks like popcorn. That one there. See that. That’s God, Darius said. God? somebody little asked. God, he said, and made it simple.

Marin, under the streetlight, dancing by herself, is singing the same song somewhere. I know. Is waiting for a car to stop, a star to fall, someone to change her life.

you can never have too much sky. you can fall asleep and wake up drunk on sky, and sky can keep you safe when you are sad. here there is too much sadness and not enough sky.

Tom Robbins “Völker dieser Welt, relaxt!”

Manchmal nackt
Manchmal verrückt
Mal als Weiser
Mal als Narr
So erscheinen sie auf Erden:
Die freien Menschen. (Hinduistischer Vers)

04.08.05

“Welche Sphinx aus Zement und Aluminium schlug ihnen die Schädel auf und fraß ihnen das Hirn und die Phantasie heraus?”
Allen Ginsberg

Paulo Coelho, Elf Minuten

30.07.05

Maria und die Liebe…

Heute bin ich überzeugt, dass man niemanden verlieren kann, ganz einfach weil man niemanden besitzt. Das ist die wahre Erfahrung von Freiheit: das Wichtigste auf der Welt zu haben, ohne es zu besitzen.

Die Leidenschaft liegt in der Erregung, die das Unerwartete hervorruft, in dem Wunsch, etwas mit Hingabe zu tun, in der Gewißheit, dass es einem gelingen wird, einen Traum zu verwirklichen.

Man kann zum Frühling nicht sagen, ‘hoffentlich kommst du bald und dauerst lange’. Man kann nur sagen: ‘Komm und segne mich mit deiner Hoffnung, und bleib so lange wie du kannst’.

ich lese

28.07.05

eine neue kategorie. lese sehr viel und stolpere immer wieder über interessante stellen, die ich ab jetzt hier festhalten werde. eine art persönliche zitatesammlung im entstehen.

Allan Wall. Die geheime Gesellschaft
Kunst, Literatur und Alfred Delaquay

Wie soll der Gedanke je Klarheit erlangen, solange sich Körper auf Körper preßt. Verschwende dich, und dann verweigere dich. Jedes wahre Werk entsteht aus Einsamkeit und Trennung.

Die schönste philosophische Aussage, die je gemacht wurde, kostete die Welt keinen einzigen Baum. Es war das Schweigen des heiligen Thomas von Aquin, nachdem er seine Worte weggelegt hatte und in das Licht blickte, das ihn umgab.

Was ist es, was das Gemüt zu Ruinen hinzieht? Ihr Anblick führt uns die absolute Gleichgültigket der Zeit gegenüber dem vor Augen, was die Menschheit hervorbringt.